freier wille
soso.
ich gucke da gerade eine doku ueber eine bestimmte religion, egal welche.
da ist so ein junger typ und der erzaehlt wie er ein glaeubiger religioeser typ wurde.
seine eltern starben recht frueh (das ist eine tragoedie ueberall auf der welt) und er war ein rocker der gitarrespielend mit seinen leuten im cabrio zeit verbrachte. nun – dachte er sich – das er nach diesem einschneidenden erlebnis woanders sein “heil” suchen muesste. daher wurd er also religioes und geht nun in eben diesem – seinem glauben – auf.
alles schoen und gut mag man nun glauben, doch was dabei komisch ist, ist die tatsache mit welchem gesichtsausdruck dieser typ von seinem vergangenen rockerleben erzaehlt.
naemlich mit einem nachtrauernden-melancholischen “hach-das-war-ja-doch-ganz-gut” gesichtsausdruck.
und spaeter, waehrend ich all das schreibe, sagen dann andere menschen das es gottes wille ist wenn man nicht an der uni angenommen wird…
und bei all diesen aussagen kann ich nur eines denken: gott gab uns den freien willen (ja, liebe philosophen da kann man drueber streiten, aber das ist nun nicht das thema) und sagte “viel spasz damit”. und wir geben das wieder ab und sagen “noe, ich denke mir lieber irgendwas hirnverbranntes aus und nenne das dann DEINEN willen”. da stimmt doch was nicht. natuerlich ist es unser gutes frei-will(e)-iges (seht ihr das?) recht zu sagen das unser freier wille es uns auch erlaubt zu sagen das andere unergruendliche fuer uns ein schicksal vorsehen… aber leute. gitarrespielen und cabriofahren sowie auch an der uni angenommen werden? das gute allmaechtige wesen mag zwar allmaechtig sein, aber ich persoenlich glaube ganz fest daran das eben dieses wesen auch mal bock hat auszuspannen.